Die Ich-fühl-mich-schlecht-Schleife

Wenn du anfängst, dich mit dem Gesetz der Anziehung zu befassen oder dich vielleicht auch mit anderen spirituellen Lehren befasst, wirst du nach mehr oder weniger langer Zeit fähig sein deine eigenen Gedanken zu beobachten. Und das ist sehr gut! Viele Menschen sind sich nämlich ihrer Gedanken gar nicht bewusst. Für sie ist es einfach der Normalzustand und sie kennen es nicht anders.

Du gehörst nun also zu den Menschen, die sich ihrer eigenen Gedanken bewusst sind. Gratulation! Das ist wirklich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem glücklichen Leben, denn nun bist du in der Lage deine Gedanken zu steuern! Auf diesem Prozess gibt es allerdings eine Falle, in die sehr viele Menschen stolpern. Ich nenne sie die Ich-fühl-mich-schlecht-Schleife.

Lass es mich an einem Beispiel erklären:

Nehmen wir an, du hast einen Freund, der eine bestimmte Eigenschaft hat, die dir absolut auf die Nerven geht. Da du aber mittlerweile zu den Menschen gehörst, die wissen, dass es immer die eigenen Gedanken sind, die das persönliche Leid auslösen, bist du in der Lage die Gedanken, die in dir Ärger und Gereiztheit auslösen, zu erkennen. Diese Gedanken könnten so aussehen: „Jetzt macht er das schon wieder! Er weiß doch, dass ich das hasse!“ oder „Warum macht er das nur immer? Sieht er nicht wie dumm das ist?“

 

Du hast dich also dabei ertappt

solche oder ähnliche Gedanken zu denken. Diese Gedanken haben bereits negative Gefühle ausgelöst, denn Gefühle sind die erste Manifestation eines Gedanken. Natürlich möchtest du dich nicht verärgert, frustriert und gereizt fühlen und du weißt, schuld an diesen Gefühlen sind deine Gedanken. Nun passiert es sehr häufig, dass sich in einer solchen Situation Gedanken einstellen, die ungefähr so lauten: „Mist, jetzt hab ich schon wieder so etwas negatives gedacht. Das will ich doch gar nicht.“ und „Warum mach ich das nur immer wieder? Ich muss jetzt wirklich mal aufhören damit!“ oder vielleicht sogar „Jetzt hör doch mal auf damit, das ist doch dumm so zu denken!“. Merkst du schon was du da tust? Mit solchen Gedanken erschaffst du sozusagen eine zusätzliche Schicht an Leid. Da sind die negativen Gefühle, die Ergebnis deiner negativen Gedanken zum Verhalten deines Freundes sind. Und nun kreierst du eine weitere Schicht an negativen Gefühlen, die Ergebnis deiner negativen Gedanken über dich selbst sind! Das ist die Ich-fühl-mich-schlecht-Schleife!

Akzeptanz ist die Lösung

Wenn du das nächste Mal bemerkst, dass du negative Gedanken denkst, fang nicht an, dich dafür zu verurteilen. Stattdessen sage dir „Ah, das schon wieder. Na, das kenne ich ja schon und diesen Weg will ich nicht weiter gehen.“ und dann denkst du einfach an etwas anderes. Und wenn du dich ein paar Minuten später– oder vielleicht sogar nur ein paar Sekunden später – wieder dabei ertappst negative Gedanken zu denken, machst du genau das gleiche wieder. Du nimmst wahr, akzeptierst und denkst an etwas anderes. Wenn du dieses Vorgehen immer wieder übst, wirst du schnell merken, dass deine negativen Gedanken weniger und weniger werden. Es dauert gar nicht lange. Gib nicht auf, du kannst das.


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