Erwacht oder nur erwachsen?

Als ich heute Morgen diesen wunderschönen Herbsttag

für einen Spaziergang nutzte, konnte ich an einem Brunnen eine amüsante Szene beobachten. Zwei Brüder sprangen um den Brunnen und hatten viel Spaß zusammen. Auf einmal begann der ältere Bruder damit seinem kleinen Bruder die Zunge herauszustrecken. Dem kleine Bruder gefiel das gar nicht und er forderte seinen großen Bruder auf damit aufzuhören. Natürlich tat der große Bruder genau das Gegenteil und machte nur noch umso ermunterter weiter. Der kleine Bruder wurde immer wütender und lief schließlich zu seinem Vater, um diesem zu sagen was der große Bruder da mache und dass er damit aufhören solle. Der Vater beendete das ganze Spiel dann auch, indem er dem großen Bruder verbot seinen kleinen Bruder zu ärgern.

Du erinnerst dich sicher an solche oder ähnliche Szenen aus deiner Kindheit. Selbst wenn du keine Geschwister hattest, gab es bestimmt das ein oder andere Nachbarskind oder einen Mitschüler, der dich irgendwann einmal geärgert hat. Kinder ärgern sich nun mal gegenseitig, nicht wahr? Was soll's, nichts besonderes, oder?

Es hat sich nichts geändert seit der Kindheit

Was dir hier vielleicht als einfacher kindlicher Unsinn vorkommt, läuft im Erwachsenenleben ganz genauso weiter. Die Provokationen mögen sich ändern, aber das Prinzip bleibt das selbe.

Wahrscheinlich kommt es jetzt, da du erwachsen bist und dich unter Erwachsenen aufhältst, nicht mehr so häufig vor, dass dir jemand die Zunge herausstreckt und dennoch ärgerst du dich über bestimmtes Verhalten oder bist genervt von manchen deiner Mitmenschen. Manchmal ist es der Partner, der schon wieder zu spät zur Verabredung kommt, ein anderes mal ist es der Autofahrer, der dir gerade die Vorfahrt genommen hat. Und sofort fällst du zurück in das kindliche Verhalten von früher und forderst, dass der andere gefälligst damit aufhören soll sich so zu benehmen. Du möchtest, dass die Quelle deiner Verstimmtheit verschwindet und wenn diese Quelle nicht verschwindet und das Verhalten sich nicht ändert, fühlst du dich machtlos. Machtlosigkeit ist ein sehr starkes negatives Gefühl, das in Ärger, Gereiztheit, Enttäuschung und so weiter Ausdruck findet.

Doch es war nicht das Verhalten des anderen, das deine Gefühle entstehen ließ. Das warst du selbst. Zugegeben, das geht so schnell, dass es dir nicht bewusst ist, deshalb kann man es leicht übersehen und die andere Person für den Schuldigen halten. Aber nur du selbst kannst deine eigenen Gefühle erzeugen. Du selbst bist für deinen Laune, ob gut oder schlecht, verantwortlich.

Wie entstehen Gefühle?

Ob du dich gerade gut, ausgeglichen, harmonisch und voll Freude fühlst oder ob es eher gelangweilt, genervt, verärgert, enttäuscht ist, hängt von deinen Gedanken ab. Gedanken werden zu Dingen und Gefühle sind die erste Manifestation, die du kreierst. Deshalb ist es so ein wunderbares Werkzeug die eigenen Gefühle zu beobachten und sie als deinen persönlichen Kompass zu benutzen. Wenn du dich schlecht fühlst aufgrund des Verhaltens anderer, liegt das an den Gedanken, die du über diese Person denkst. Du hast negative Gedanken über deinen Mitmenschen und das erzeugt negative Gefühle. Wenn du denkst „Mein Partner kommt immer zu spät zu unseren Verabredungen. Es interessiert ihn einfach nicht.“, dann fühlt sich das schlecht an, denn dein wahres Ich stimmt nicht mit dieser Meinung überein. Dein wahres Ich kennt das wahre Ich deines Partners und sieht keine Fehler, denn dort sind keine. Negative Gefühle sind also eine Botschaft deines wahren Ichs, die dir zeigen soll, dass die Gedanken, die du gerade denkst nicht wahr sind. Sobald du deinen Fokus wieder auf die Dinge richtest die wahr sind, ändern sich deine Gefühle auch wieder zum Positiven. Konzentriere dich nicht auf all die Fehler in anderen, sondern auf all das Gute und lass Gutes in dein Leben kommen.


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