Warum bloß?

Manchmal ereignen sich im Leben Dinge, die man so nicht wollte. Ereignisse, die man als traurig, ungerecht, ärgerlich oder frustrierend empfindet. Dann stellen sich viele Menschen Fragen wie: „Warum ist das passiert?“„Warum passiert mir das immer wieder?“ oder auch „Warum muss das ausgerechnet mir passieren?“

Ist die Frage nach dem Warum sinnvoll?

Welchen Nutzen hast du davon, dich mit dem Warum zu beschäftigen? Du wirst jetzt vielleicht sagen „Wenn ich herausfinde, was wann wo falsch gelaufen ist, kann ich beim nächsten Mal so etwas verhindern.“

Das ist richtig. Doch ist das tatsächlich, was abläuft, wenn du dir die Warum-Frage stellst? Kannst du tatsächlich die Gründe für Situationen und Ereignisse so einfach herausfinden und festmachen. Kannst du wirklich wissen, dass eine bestimmte Handlung zwangsläufig zu diesem Ergebnis geführt hat? Und selbst wenn du es in seltenen Fällen so genau sagen kannst, stellt sich schon die nächste Frage – hättest du es denn zu diesem Zeitpunkt überhaupt anders machen können?

Jeder tut immer das Beste, das er kann, um sich ein schönes Leben voller Zufriedenheit, Glück und Freude zu erschaffen. Oft bist du nachher schlauer aber in diesem Moment war es das Beste, was du tun konntest. Und so wirst du auch in Zukunft immer das dir am besten mögliche tun!

Die Frage nach dem Warum

führt außerdem fast immer dazu, dass du dich mit Gedanken beschäftigst, die sich nicht gut anfühlen. Höre immer auf deine Gefühle – wenn du spürst, dass du dich irgendwie schlecht, müde, ausgelaugt, gereizt, unzufrieden oder unglücklich fühlst, liegt es daran, dass du negative Gedanken denkst.

 

Die Warum-Frage hat meistens negative Gedanken zur Folge,

denn üblicherweise stellt man sich diese Frage nur nach Ereignissen, die nicht den eigenen Wünschen entsprechen. Und viele Menschen stellen sich diese Frage bezüglich Dingen, die gar nicht zu ändern sind. Wenn man sich die Warum-Frage stellt, weil man in einer Situation ist, die man als negativ empfindet, erzeugt man so zusätzlich zu den negativen Gedanken gegenüber der Situation selbst, noch weiter negative Gedanken über die Entstehung dieser Situation. Der Mechanismus ist ähnlich wie in der Ich-fühl-mich-schlecht-Schleife.

Nächstes Mal, wenn du dich fragst „Warum…?“, beobachte, ob du dadurch zu einer Lösung findest oder nur weitere negative Gedanken kreierst und gehe den Weg, der sich besser anfühlt. Du hast immer die Wahl dich gut oder schlecht zu fühlen.


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